Jobwechsel 2016: Jeder Vierte steht auf dem Sprung

Straße mit dem Wort "Start".
Alles auf Anfang: Dank einer guten Arbeitsmarktlage steht einem Jobwechsel nichts im Weg (Bild: Pixabay)

Viele von uns denken über einen Jobwechsel nach. Tagaus tagein dieselbe Arbeit bis zur Rente. Was für unsere Großeltern noch normal war und kaum infrage gestellt wurde, ist für vor allem für die Generation Y undenkbar. Befristete Verträge und Praktika haben uns flexibler werden lassen und müssen.

Wir sind ständig auf der Suche – privat und beruflich. Selbst wenn doch mal ein fester Job am Horizont auftaucht, sind wir nur bereit zu bleiben, wenn Arbeitsklima und Aufstiegschancen stimmen. Die gute Arbeitsmarktlage in Deutschland ist wie ein Turbo für unsere Ziele und Träume und macht einen Jobwechsel leicht. Denn wir wissen: Es geht besser – nur irgendwo anders.

Ein Viertel plant 2016 den Job zu wechseln

Jeder Vierte zwischen 20 und 59 Jahren plant 2016 den Job zu wechseln. Aktuell sind 24 Prozent aktiv auf der Suche nach einem neuen Job. 28 Prozent behalten die Stellenanzeigen im Blick ohne konkrete Pläne den Arbeitsplatz zu wechseln. Das ergab eine Umfrage der Online-Jobbörse StepStone zusammen mit dem Marktforschungsinstitut TNS. Dazu wurden über 1.000 Menschen im Oktober 2015 zu ihrer aktuellen Karriereplanung befragt. Über die Hälfte (60 Prozent) schätzen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt als gut ein.

Wir sind selbstbewusster als die Generationen vor uns und kennen unseren Wert. Dank ständig erzwungener Jobwechsel kennen wir unsere Stärken und Talente genau. Schließlich müssen wir sie in regelmäßigen Abständen neu verkaufen. Wir sind Bewerbungs-Profis, die nicht bereit sind, weniger zu bekommen, als uns zusteht.

Jobwechsel: Sicherer Job gleich Glück?

Dennoch wirken die raren unbefristeten Jobs eine magische Anziehungskraft auf uns aus. Sie versprechen Sicherheit und die Möglichkeit in die Zukunft zu planen. Da kann es schon mal passieren, dass wir beide Augen schließen und versuchen Widrigkeiten am Arbeitsplatz auszublenden. Statt den Job zu wechseln, ertragen wir den launischen Chef, die nervigen Kollegen oder die schlechten Aufstiegschancen. Geblendet von dem Versprechen von Sicherheit, sind einige bereit einen miesen Deal einzugehen. Dabei gilt es zu bedenken, dass die Arbeit viel mehr ist als ein Mittel zum Zweck. Wer hier unzufrieden ist, riskiert auf Dauer ziemlich unglücklich zu werden. Der Sprung ins Ungewisse und in einen neuen Job zu wechseln ist dann die bessere Alternative.