IFTTT – So funktioniert der Automatisierungsdienst

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IFTTT funktioniert nach dem Wenn-Dann-Prinzip (Bild: JOB UND BILDUNG ONLINE)

Der Automatisierungsdienst IFTTT verknüpft Online-Dienste, Apps und Geräte nach dem Wenn-Dann-Prinzip. Nach kurzer Eingewöhnung kann jeder Automatisierungsprozesse erstellen, die den Alltag erleichtern und produktiver machen.

IFTTT funktioniert nach dem Wenn-Dann-Prinzip

IFTTT steht für „If This Than That“ („Wenn dies passiert, mache das . . .“) und spricht sich wie das englische Wort „gift“ nur ohne „g“. Das simple Wenn-Dann-Prinzip sollte vielen aus ihrer Kindheit bekannt sein: „Wenn du deinen Teller nicht aufisst, dann . . . .“ Genauso einfach funktioniert der Automatisierungsdienst IFTTT. Es stehen derzeit mehr als 400 Dienste zur Verfügung, die sich miteinander verbinden lassen. Das geschieht mithilfe sogenannter Applets. Mit diesen Automatisierungsvorlagen wird festgelegt, wie verknüpfte Online-Dienste, Apps oder elektronische Geräte reagieren sollen, wenn ein vorher definiertes Ereignis eintritt. Beispiel: Wenn der Wetterbericht für den nächsten Tag Regen meldet, schicke mir eine E-Mail mit einer Erinnerung einen Schirm einzupacken.

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Automatisieren mit eigenen oder beliebten Applets

Wer jetzt denkt, er benötige tief gehende Programmierkenntnisse, der irrt. Dank des kinderleichten Wenn-Dann-Prinzips ist nahezu jeder in der Lage mit IFTTT Aufgaben zu automatisieren. Damit IFTTT richtig funktioniert, müsst ihr dem Dienst den Zugriff erlauben. Das erledigt ihr mit einem Klick auf „Connect“. Im Fall von Online-Diensten wie Pocket oder Twitter muss die Verbindung mit einem Login bestätigt werden. Am Anfang wird euch diese Abfrage häufiger begegnen, wenn ihr neue Applets kreiert.

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Um ein Applet zu erstellen, müsst ihr als Erstes einen Trigger (Auslöser) definieren. Jeder Dienst stellt verschiedene Auslöser zur Verfügung, aus denen der passende ausgewählt werden kann. Im zweiten Schritt wird eine Action (Aktion) definiert, also was passieren soll, wenn das Ereignis eintritt. Wie im zuvor genannten Beispiel, was passieren soll, wenn der Wetterbericht für den morgigen Tag Regen meldet. Hier stehen je nach gewähltem Dienst ebenfalls unterschiedliche Aktionen zur Auswahl. Danach wird das Applet erstellt, fertig. Zusätzlich gibt es unzählige Applets, die von Nutzern erdacht und zur eigenen Verwendung zur Verfügung gestellt werden. Diese eignen sich hervorragend für Anfänger, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie das Automatisieren von Aufgaben und damit IFTTT funktioniert. In der Rubrik „Collections“ finden sich von der IFTTT-Redaktion ausgewählte Automatisierungsvorlagen zu verschiedenen Themenbereichen.

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Facebook, Twitter und Co. miteinander verknüpfen

Die Anmeldung bei IFTTT ist kostenlos. Wer sich vorher einen Überblick verschaffen will, findet auf der Website von IFTTT alle Dienste, die sich derzeit mit dem Automatisierungsdienst verknüpfen lassen. Es kommen regelmäßig neue Services hinzu. Im IFTTT-Blog werdet ihr darüber auf dem Laufenden gehalten. (Natürlich gibt es dafür auch ein Applet, das ihr verwenden könnt.) Darunter Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp, Telegram, Evernote, Pocket und Spotify. Allerdings bietet nicht jeder Dienst in dieser Übersicht eine kostenlose Verknüpfung mit IFTTT an. In einigen Fällen steht diese Option nur Premium-Nutzern zur Verfügung. Neben der Desktop-Version gibt es Apps für iOS und Android.