IFTTT – So funktioniert der Automatisierungsdienst

IFTTT-App
IFTTT funktioniert nach dem Wenn-Dann-Prinzip (Bild: JOB UND BILDUNG ONLINE)

Der Automatisierungsdienst IFTTT verknüpft Online-Dienste, Apps und Smart-Home-Geräte nach dem Wenn-Dann-Prinzip. Nach kurzer Eingewöhnung kannst du Automatisierungsprozesse erstellen, die nicht nur dein Smart Home um viele Funktionen bereichert. 

IFTTT funktioniert nach dem Wenn-Dann-Prinzip

IFTTT steht für „If This Than That“ („Wenn dies passiert, mache das . . .“) und spricht sich wie das englische Wort „gift“ nur ohne „g“. Das simple Wenn-Dann-Prinzip kennst du vielleicht aus deiner Kindheit: „Wenn du deinen Teller nicht aufisst, dann . . . .“ Genauso einfach funktioniert der Automatisierungsdienst IFTTT. Es stehen dir derzeit mehr als 500 Dienste zur Verfügung, die du miteinander verbinden kannst. Das geschieht mithilfe sogenannter Applets. Mit diesen Automatisierungsvorlagen legst du fest, wie verknüpfte Online-Dienste, Apps oder Smart-Home-Geräte reagieren sollen, wenn ein vorher festgelegtes Ereignis eintritt. Es gibt unzählige Möglichkeiten und deiner Kreativität werden nur selten Grenzen gesetzt.

Hier einige Beispiele, wie IFTTT funktioniert:

  • Wenn es draußen anfängt zu regnen, ändere die Farbe von meiner Deckenleuchte zu blau.
  • Wenn der Wetterbericht Schnee meldet, dann sende mir eine Telegram-Nachricht.
  • Wenn mich jemand auf Twitter erwähnt, dann lasse meine Schreibtischlampe blinken.
  • Wenn ich mein Zuhause verlasse, dann schalte das WLAN auf meinem Smartphone aus.
  • Wenn ich ein Foto in meiner Stadt mache, dann teile es auf Instagram.
  • Wenn ich ein Foto twittere, dann speichere es in Dropbox.

Vor allem, wenn du Smart-Home-Geräte wie Google Home, smarte Lampen und Co. zuhause einsetzt, lohnt es sich für dich zu verstehen, wie IFTTT funktioniert. Die Möglichkeiten, wie du dein smartes Heim nutzen kannst, um dein Leben einfacher zu gestalten, werden durch IFTTT um zahlreiche Funktionen erweitert.

IFTTT funktioniert mit eigenen . . .

Wenn du jetzt denkst, dass du Programmierkenntnisse brauchst, dann irrst du dich. Dank des kinderleichten Wenn-Dann-Prinzips wirst du nach kurzer Eingewöhnung verstehen, wie IFTTT funktioniert und wie du Aufgaben automatisierst. Damit IFTTT richtig arbeiten kann, musst du dem Dienst den Zugriff auf die jeweiligen Dienste etc. erlauben. Das erledigst du mit einem Klick auf „Connect“ (Verbinden). Im Fall von Online-Diensten wie Pocket oder Twitter muss die Verbindung mit einem Login bestätigt werden. Am Anfang wird dir diese Abfrage häufiger begegnen, wenn du neue Applets erstellst.

9 IFTTT-Applets für YouTube

IFTTT: Produktiver mit Evernote-Applets

Um ein IFTTT-Applet zu erstellen, musst du als Erstes einen Trigger (Auslöser) definieren. Jeder Dienst stellt verschiedene Auslöser zur Verfügung, aus denen du den passenden Auslöser wählen kannst.

Im zweiten Schritt musst du eine Action (Aktion) definieren, also was passieren soll, wenn das Ereignis eintritt. Zum Beispiel, welche Aktion ausgelöst werden soll, wenn es draußen regnet. Hier stehen dir ebenfalls unterschiedliche Aktionen zur Auswahl. Manche Dienste wie Instagram stellen keine Actions zur Verfügung, nur Trigger.

. . . oder beliebten Applets

Danach wird das Applet erstellt, fertig. Zusätzlich gibt es unzählige Applets, die von Nutzern erdacht wurden und die du übernehmen kannst. Diese sind besonders am Anfang hilfreich, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie das Automatisieren von Aufgaben und damit IFTTT funktioniert. In der Rubrik „Collections“ findest du von der IFTTT-Redaktion ausgewählte Applets zu verschiedenen Themenbereichen.

Smart-Home-Geräte, Social Media und Co. miteinander verknüpfen

Die Anmeldung bei IFTTT ist kostenlos. Die Liste der Dienste, die sich mit dem Automatisierungsdienst verknüpfen lassen, wird regelmäßig um weitere Services erweitert. Im IFTTT-Blog wirst du darüber auf dem Laufenden gehalten. (Natürlich gibt es dafür auch ein Applet, das du nutzen kannst.) Darunter beliebte Online-Dienste wie Facebook, Twitter, Instagram, WhatsApp, Telegram, Evernote, Pocket oder Spotify. Vor allem im Smart-Home-Bereich steht eine große Auswahl zur Verfügung, darunter Philips Hue, TP-Link, LIFX, WiZ, iRobot, Nest oder Ring. Neben der Desktop-Version gibt es Apps für iOS und Android.

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