Freundschaftsanfrage vom Chef

Auf einem Teller liegen Kekse in Form von Buchstaben. Diese bilden den Schriftzug Facebook.
Freundschaftsanfrage vom Chef: Entscheidung zwischen Privatsphäre und Job? (Foto: Pixabay)

Die Freundschaftsanfrage vom Chef auf Facebook und Co. gehört zum 21. Jahrhundert wie Schlagsahne zum Kirschkuchen. Die sozialen Netzwerke sind wichtiges Mittel, um in Kontakt zu bleiben. Die Freundeslisten sind lang. Aber was tun, wenn Vorgesetzte und Kollegen mit Freundschaftsanfragen Teil des privaten virtuellen Raums werden wollen?

Was für den einen kein Problem darstellt, bedeutet für viele den Verlust der Ungezwungenheit. Jedes Mal sicherzugehen, dass das gepostete Bild vom feucht-fröhlichen Geburtstag nicht versehentlich der Chef sieht, gefällt nicht jedem. Bei vielen ergattert dieser trotz ungutem Gefühl einen Platz in der Freundesliste. Ebenso wie der unsympathische Kollege. Dahinter steht die Angst, sich berufliche Chancen zu verderben oder gemobbt zu werden. Mit ein wenig Kreativität und Empathie lässt sich beides umgehen.

Freundschaftsanfrage vom Chef ablehnen?

Wenn du dein Profil rein privat nutzen willst, solltest du dies von Beginn an beherzigen und niemandem aus dem rein beruflichen Umfeld in deine Freundesliste aufnehmen. Um niemanden zu kränken, klicke den Chef oder die Kollegen nicht kommentarlos weg. Wenn du die Freundschaftsanfrage von deinem Chef oder einem Kollegen ablehnst, sei ehrlich und stets höflich. Erkläre demjenigen, dass du Beruf und Privatleben strikt trennst und das die Ablehnung nicht persönlicher Natur ist. Betone vor allem, wie sehr du das kollegiale Verhältnis schätzt. Im besten Fall kannst du eine Alternative zur Freundesliste in deinem  privaten Social Media-Profil anbieten. Eröffne einen Account bei einem sozialen Netzwerk, das rein auf die Verknüpfung beruflicher Kontakte abzielt. Selbst wenn du es ausschließlich für unbequeme Freundschaftsanfragen von Arbeitskollegen nutzt. Eine Garantie dafür, dass der Chef oder der Kollege sich nicht zurückgewiesen fühlt, ist das nicht. Falls du Zweifel hast, wie derjenige auf so viel Ehrlichkeit reagiert, greife zur Notlüge. Erfinde einen plausiblen Grund, warum du die Freundschaftsanfrage vom Chef oder Kollegen ablehnst. Höre bei dieser Entscheidung auf dein Bauchgefühl und verlasse dich auf deine Menschenkenntnis.

Befindet sich die halbe Belegschaft in deiner Freundesliste, wird es schwierig, den Chef auszuschließen. Auch wenn du privaten Kontakt zu ihm pflegst, wird dieser es schwer nachvollziehen können, wenn du seine Anfrage ablehnen. Alternative: Eröffne einen Account bei einem anderen sozialen Netzwerk, das du von Anfang an rein privat nutzt.

Freundschaftsanfragen vom Chef bleiben heikel

Das Internetzeitalter hat vieles zum positiven verändert. Weltweit vernetzt zu sein und grenzenlos kommunizieren zu können ist nicht ersetzbar. Mit ihm aber entstehen Probleme, die vorangehende Generationen nicht kannten. Freundschaftsanfragen vom Chef oder den Arbeitskollegen abzulehnen ist und bleibt schwierig. In vielen Bereichen sind wir weit fortgeschritten, aber bis zur Selbstfindung unseres digitalen Ichs wird es noch eine Weile dauern.