Digitale Berufe: Ethical Hacker und Co.

Gesicht mit Binärcode.
Digitale Berufe: Jobs mit Zukunft (Bild: Pixabay)

Ethical Hacker oder Content Marketing Manager sind Jobs, die auch in der Zukunft gefragt sein werden. Der digitale Wandel hat zahlreiche neue Berufe geschaffen, die Nerds, Internet-Enthusiasten und Quereinsteigern eine berufliche Perspektive bieten.

Vier digitale Berufe im Kurzporträt

Ethical Hacker

Blaues Vorhängeschloss.
Der Ethical Hacker findet Schwachstellen in Sicherheitssystemen und schließt sie (Bild: Pixabay)

Jeder, der im Internet aktiv ist, weiß von der unsichtbaren Bedrohung: Cyberattacken. Ob ausgespähte Passwörter oder Großangriff auf firmeninterne Daten, jeder muss sich schützen. Besonders große Firmen sind beliebtes Ziel für Cyber-Angriffe. Nicht immer halten die installierten Sicherheitsmaßnahmen den Angriffen stand. An dieser Stelle wendet sich ein Unternehmen meist an einen Ethical Hacker. Dieser digitale Beruf wird auch Penetration Tester genannt. Diese Hacker sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Sie kennen sich bestens mit IT-Sicherheit aus und sind in der Lage, die Schwachstellen eines Systems zu finden. Wie bei einem echten Angriff versuchen sie das Sicherheitssystem zu umgehen, um Zugang zu sensiblen Daten zu erhalten. Im Gegensatz zu echten Angreifern arbeiten Ethical Hacker ausschließlich im Auftrag ihres Kunden oder Chefs. Entdeckte Lücken können so behoben werden.

Es existiert keine geregelte Ausbildung zum Ethical Hacker. Viele, die in diesem digitalen Beruf arbeiten, haben Informatik oder IT-Sicherheit studiert. Auch ausgebildete Fachinformatiker haben gute Chancen. Quereinsteiger sind willkommen, wenn entsprechendes Know-how und Erfahrung in dem Bereich vorhanden sind. Kurse helfen Ethical Hackern bei der Spezialisierung.

Social Media Manager

Facebook, Google+ und Co. Sind längst Sprachrohr erfolgreicher Unternehmen. Ansprechend gestaltete Werbebotschaften können mithilfe der sozialen Plattformen nahezu unbegrenzt verbreitet werden. Hier ist der Social Media Manager gefragt. Er organisiert, plant und überwacht den Auftritt des Unternehmens in den sozialen Netzwerken. Er schreibt Beiträge und kümmert sich um die Feedbacks der Nutzer. Zusätzlich entwickelt der Social Media Manager Strategien und plant Kampagnen, um die Community bei Laune zu halten und zu erweitern. Er wertet regelmäßig Statistiken aus, um den Erfolg seines Vorgehens zu überprüfen und entsprechend anzupassen.

Eine gesetzlich geregelte Ausbildung zum Social Media Manager existiert nicht. Daher finden sich hier viele Quereinsteiger. Voraussetzung für diesen Beruf ist vor allem eine Affinität für die sozialen Netzwerke und Kenntnisse des technischen Hintergrunds sowie eine kommunikative Persönlichkeit. Ein Studium der Medieninformatik oder der Kommunikationswissenschaft ist hilfreich für den Beruf des Social Media Managers,  aber kein Muss.

Feel Good Manager

Sonnenblume
Der Feel Good Manager hält die Mitarbeiter bei Laune (Foto: Pixabay)

Große Unternehmen wie Facebook und Google haben es vorgemacht und die Work-Life-Balance zur Königsdisziplin erhoben. Entspannte Mitarbeiter sind kreativer, motivierter und produktiver. Der Feel Good Manager ist die 2.0-Version des Personalchefs. Er kümmert sich um alle Belange der Mitarbeiter. Er hört zu und vermittelt bei Problemen mit Kollegen oder dem Chef. Die Aufgabe des Feel Good Managers ist es, für zufriedene Mitarbeiter zu sorgen. Er organisiert die Weihnachtsfeier, plant den Betriebsausflug und kümmert sich zusätzlich um rein administrative Angelegenheiten wie die Urlaubsplanung.

In diesem digitalen Beruf ist ein Gespür für Menschen wichtig. Absolventen mit Psychologie oder Sozialwissenschaftsstudium sind ebenso für diese Position geeignet wie Quereinsteiger aus anderen Berufen. Viele Feel Good Manager kommen aus dem Personalbereich. Voraussetzungen sind Empathie, Offenheit und Organisationstalent.

Content Marketing Manager

Die Zeiten, in denen ein paar Zeilen ausreichten, um ein Unternehmen im Internet angemessen zu präsentieren, sind vorbei. Das Motto lautet: „Content is King“. Wer individuelle Inhalte bietet, gewinnt Kunden. Das ist die Aufgabe des Content Marketing Managers. Er erstellt den Internet-Auftritt seines Arbeitgebers und organisiert die Inhalte. Als eine Art Chefredakteur plant und überwacht er den Online-Auftritt und gewährleistet, dass die Kunden mit den für sie relevanten Inhalten versorgt werden.

Technologische Kenntnisse sind für diesen digitalen Job zwingend. Eine Ausbildung zum Content Marketing Manager gibt es derzeit nicht. Oftmals kommen sie aus dem Bereich Journalismus oder Public Relations.