Uber beendet Überwachung von iPhone-Nutzern nach Fahrtende

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Big Uber is watching you: Uber beendet Überwachung von iPhone-Nutzern nach Fahrtende (Bild: Pixabay)

Der Taxidienst Uber beendet die Überwachung von iPhone-Nutzern nach Fahrtende. Das sogenannte Post-Trip-Tracking erlaubt Uber einen Nutzer nach Ende der Fahrt für weitere fünf Minuten zu überwachen.

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Uber beendet Überwachung von iPhone-Nutzern nach Fahrtende

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, beendet Uber die Überwachung von iPhone-Nutzern nach Fahrtende. Die GPS-Überwachung der Nutzer soll künftig stärker beschränkt werden. Das sogenannte Post-Trip-Tracking erlaubte es Uber noch fünf Minuten nach Fahrtende zu überwachen, wohin ein Nutzer geht. Dazu musste die App nicht geöffnet sein. Es reichte, wenn sie im Hintergrund lief. iPhone-Nutzer mussten die App komplett beenden oder die Ortungsfunktion für Uber deaktivieren, damit das Tracking nicht erst fünf Minuten nach Fahrende deaktiviert wurde. Uber begründete dieses Vorgehen unter anderem damit, dass man so für die Sicherheit der Kunden sorgen wollte. Eine Antwort, wie dies in der Praxis funktionieren sollte, blieb Uber schuldig.

Bis November letzten Jahres konnten iPhone-Nutzer die Überwachung durch die im Hintergrund laufende Uber-App für iOS nach Fahrtende deaktivieren. So wurde Uber die Ortung nur gestattet, wenn die App im Vordergrund lief. Seit dem Update konnten Nutzer der iOS-App das Tracking nur unterbinden indem sie die Uber-App deinstallierten. Ein „Alles oder nichts-Prinzip“ das nicht viele Befürworter fand.

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Post-Trip-Tracking könnte wieder aktiviert werden

Laut Uber-Sicherheitschef Joe Sullivan arbeiten mittlerweile 500 Personen bei dem Taxidienst daran, „die Privatsphäre der Kunden bei Uber zu verbessern“. Laut dem Bericht wird die Ortserfassung im Hintergrund mit den in dieser Woche durchzuführenden Veränderungen deaktiviert. Die Standortdaten eines Nutzer werden dementsprechend nur erfasst, wenn die Uber-App geöffnet ist, also im Vordergrund läuft. Sullivan gab gegenüber Reuters zu, dass es „ein Fehler war, die Nutzer um mehr Informationen zu bitten, ohne ihnen die Vorteile aufzuzeigen, die Uber ihnen dafür bietet“. Sollte das Post-Trip-Tracking in Zukunft wieder aktiviert werden, so wolle man die Nutzer besser über die Vorteile aufklären und ein Opt-in zur Verfügung stellen. Damit wären Nutzer der iOS-App in der Lage, die Überwachung durch Uber nach Fahrtende zu erlauben oder nicht.