Jeder Vierte schützt Smartphone vor fremden Zugriff

Das Smartphone ist mittlerweile ein Abbild unseres Lebens. Wir vertrauen dem kleinen Taschencomputer einiges an: private Fotos, Telefonnummern und wichtige Termine. Unerlässlich, das Handy vor fremden Blicken zu schützen. Nahezu alle deutschen Smartphone-Nutzer  verwenden eine Bildschirmsperre, aber was wenn der Spion direkt daneben sitzt?

Schilder mit Smartphone und lila Umrandung.
Viele deutsche Smartphone-Nutzer lassen ihr Handy nicht aus den Augen (Bild: Pixabay)

Smartphone vor Schnüfflern schützen

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom haben rund ein Viertel (27 Prozent) der deutschen Smartphone-Nutzer schon einmal einen Blick in fremde Smartphones riskiert. Für die Studie wurden 1.007 Deutsche ab 14 Jahren, darunter 768 Smartphone-Nutzer befragt. Die darauf gespeicherten Daten sind oftmals besonders interessant für Menschen aus dem engsten Kreis. Die Nachrichten des Partners, die Fotos der Kinder oder die Notizen des Kollegen. Fast genauso viele scheinen sich bewusst zu sein, dass das keine besonders ehrenwerte Aktion ist. 28 Prozent der Befragten wollten nicht verraten, ob sie schon einmal auf ein fremdes Smartphone zugegriffen haben.

„Wer die Zugangsdaten kennt oder ein entsperrtes Gerät in der Hand hält, kann meist ohne Weiteres auf Fotos, Nachrichten oder Kontodaten des Besitzers zugreifen“, sagt Bitkom-Sicherheitsexperte Marc Fliehe. „Wichtig ist, eine starke, individuelle Abfragemethode zur Entsperrung des Geräts zu nutzen, etwa einen Fingerabdruckscan, und darauf zu achten, dass das Smartphone schon nach kurzer Zeit automatisch in den Sperrzustand geht, wenn es nicht benutzt wird.“

Warum vergessen wir Informationen, die wir digital speichern? 

Smartphone-Nutzer kennen die Gefahr

Ein Großteil der Deutschen, die ein Smartphone besitzen, sind sich der Gefahr bewusst. Laut Studie fühlen sich fast drei Viertel (71 Prozent) unwohl, wenn sie ihr Handy aus der Hand geben. 61 Prozent schützen ihr Smartphone vor fremden Zugriff, indem sie immer dabei sind, wenn sie es einer anderen Person überlassen. Über die Hälfte (54 Prozent) gibt ihr Smartphone nur im Notfall einem anderen. Wie eine kürzlich veröffentlichte Bitkom-Umfrage zeigte, verwenden 91 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer eine Bildschirmsperre. Aber Zahlencodes und Sperrmuster können von nahestehenden Personen leicht ausgespäht werden. Verschlüsselungs-Apps wie Private Photo Vault oder DocWallet, helfen Daten trotz überwundener Bildschirmsperre vor fremden Zugriffen zu schützen.