Passwort-Sicherheit: Online-Accounts schlecht geschützt

Die Mehrheit der Internetnutzer schützt ihre Online-Accounts schlecht oder nur unzureichend. Fast zwei Drittel nutzen ein Passwort für mehrere Online-Dienste. Die Zahl derer, die ein komplexes Passwort nutzen ist hingegen gestiegen.

Cyber-Security
Online-Sicherheit: Viele Internetnutzer verwenden dasselbe Passwort für mehrere Online-Accounts (Bild: Pixabay)

Unsicher: Ein Passwort für alle Online-Accounts

Die Passwort-Sicherheit leidet unter der Flut von Passwörtern, die sich ein Internetnutzer merken muss. Unzählige Online-Dienste können nur nach einer Registrierung genutzt werden. Laut einer Umfrage des Internet-Portals Web.de empfinden 56 Prozent der Befragten den Login-Zwang vieler Anbieter als lästig. Hierfür wurden 1.000 Internetnutzer aus Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren befragt. 44 Prozent sind davon regelrecht gestresst und fühlen sich überfordert. Laut Umfrage hat der Großteil der Internetnutzer bis zu 15 verschiedene Online-Accounts, 12 Prozent mehr als 20. Desto mehr Online-Zugänge desto größer ist auch die Zahl der schlecht geschützten Accounts. 59 Prozent verwenden ein Passwort mehrmals, 5 Prozent der Befragten nutzen ein einziges Passwort für alle Online-Konten.

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Bildschirmsperre für mehr Sicherheit

Nicht nur Online-Accounts werden häufig schlecht geschützt. 16 Prozent sperren ihr Smartphone mit einem unsicheren Gestenmuster. Aufgrund der leicht nachvollziehbaren Wischspuren auf dem Display ist diese Sperre in den meisten Fällen sehr leicht zu knacken. Jeder Zweite schützt sein Smartphone mit einer PIN oder gar nicht. Damit sind diejenigen, die auf eine Smartphone-Sperre verzichten einem hohen Risiko ausgesetzt. Vom einfachen Lesen einer Message durch neugierige Bekannte bis hin zu Identitätsdiebstahl bei einem Verlust oder Diebstahl des Geräts. Eine PIN ist aus sicherheitstechnischer Sicht als mittel einzustufen und der Kompromiss für die alltägliche Nutzung.  Die sicherste Variante bleibt ein individuelles Passwort mit Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. 11 Prozent der Smartphone-Nutzer verwenden ein solches Kennwort, um ihr Gerät zu sichern. Jeder Fünfte nutzt den Fingerabdrucksensor. Dieser kann auch gehackt werden, aber nur mit entsprechendem Aufwand und Fachwissen.

Das die Sicherheit eines Passworts einen entscheiden Vorteil bringt, haben viele Internetnutzer mittlerweile verinnerlicht. Laut Umfrage steigt die Zahl der Internetnutzer, die komplexe Passwörter nutzen, die aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen.

Die Grafik von Statista zeigt die befragten Internetnutzer zu ihrem Umgang mit Passwörtern

Infografik: Der große Passwort-Stress | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista / Link zur Grafik