Lesezirkel-App: Gegen die Langeweile beim Arzt

Zeitschriftenstapel
myLese-App: Der Lesezirkel erreicht das digitale Zeitalter (Pixabay)

Die Wartezeit beim Arzt liegt selten unter einer Stunde. Da ist die Langweile vorprogrammiert. Die Zeitschriften des Lesezirkels verkürzen vielen die Wartezeit. Mit der neuen App „myLese“ kommt jetzt zu den Lesemappen ein neues Angebot hinzu.

Digitale Lesemappen gegen die Langeweile beim Arzt

Ob mit Termin oder ohne: Die Wartezeit beim Arzt liegt selten unter einer Stunde. Kein Wunder, dass der Lesezirkel mit seinen Zeitschriften in fast keiner Praxis fehlt. Seit Jahrzehnten verhindert er vermeintliche Revolten im Warteraum des Mediziners. Nur die Verteilung unter den Anwesenden verläuft suboptimal. Da liest die Oma die „Bravo“ und der Teenie die „GALA“. Man nimmt, was übrig bleibt. Mit der neuen myLese-App muss die ältere Dame nicht mehr um die neuesten Rezept-Tipps kämpfen und der Teenie bekommt seine „Bravo“ direkt auf das Smartphone oder Tablet gespielt.

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Wie der Verband Deutscher Lesezirkel am Dienstag mitteilte, ist das digitale Angebot im April 2017 gestartet und richtet sich vorerst an die klassischen Geschäftskunden wie Ärzte, Frisöre und Hotels. Um den Wartenden die Langeweile bei Arzt und Co. zu vertreiben, können diese in ausgewählten digitalen Zeitschriften blättern. Dies wird möglich durch das GPS-Tracking, das für festgelegte Wartezonen das Zeitschriften-Sortiment zugänglich macht. Welche digitalen Zeitschriften verfügbar sind, bestimmt wie bei den altbekannten Lesemappen der Kunde. Wer erwartet bald die t3n, die CHIP oder Ähnliches zu finden, wird daher vermutlich enttäuscht werden. Der Lesezirkel plant das Angebot auch Privatkunden zugänglich zu machen. Die myLese-App steht kostenlos für iOS und Android in den jeweiligen Stores zum Download bereit.